Bei den Para Tischtennis-Europameisterschaften im schwedischen Helsingborg konnten sich mit Sandra Mikolaschek und Thomas Schmidberger (beide Borussia Düsseldorf) zwei OSP-Athlet*innen den EM-Titel sichern.
Den Anfang machte Paralympics-Siegerin Sandra Mikolaschek in der Wettkampfklasse 4-5, die ihre Gegnerin Irem Oluk aus der Türkei in nur 27 Minuten besiegte. Ein souveränes 3:1 (11:5, 11:4, 6:11, 11:2) bescherte der 28-Jährigen nach Gold in Paris nun auch den ersehnten ersten EM-Erfolg. „Ich freue mich sehr, der Titel hat mir noch gefehlt und ist definitiv etwas Besonderes. Dass ich nach den Paralympics beim nächsten großen Turnier weiter so erfolgreich spielen kann, fühlt sich gerade megagut an und ist ein tolles Gefühl“, sagte die strahlende Siegerin nach ihrem Triumph.
Den goldenen Schlusspunkt des Einzelfinaltages setzte Thomas Schmidberger in der Wettkampfklasse 3, der sich zum insgesamt fünften Mal die EM-Krone aufsetzte. Der 34-Jährige brauchte für sein Match und seinen 3:0 (11:7, 11:3, 11:5)-Erfolg gegen den Spanier Eder Rodriguez nur 16 Minuten und blieb damit in allen Einzelpartien ohne Satzverlust.
In den stehenden Klassen jubelten davor bereits Juliane Wolf (WK8) und Stephanie Grebe (WK6) zwei Team-Kolleg*innen über ihre ersten Einzel-Goldmedaillen. Schöner Nebeneffekt: Alle vier Europameister*innen haben damit das WM-Ticket sicher.
Weniger erfreulich verlief das Turnier für OSP-Athlet Valentin Baus (WK4-5). Der 29-Jährige, der leicht angeschlagen in den Wettkampf startete, fand nie zu seiner Form und schied bereits im Viertelfinale aus. Im Duell der Paralympics-Sieger (Tommy Urhaug in Paris und Baus in Tokio) konnte er eine 2:1-Führung nicht ins Ziel bringen und unterlag 2:3. Noch vor knapp sechs Wochen in São Paulo hatte Baus beim Elite-Turnier gegen seinen Trainingspartner die Nase vorn.
Quelle: Deutscher Behindertensportverband
Bild: © Hannes Doesseler / DBS